Macht und Missbrauch in der darstellenden Kunst

Lesung & Podium

Der vor über zehn Jahren durch die afroamerikanische Aktivistin Tarana Burke geprägte Hashtag #MeToo ist seit dem Weinstein-Skandal 2017 einer breiten Öffentlichkeit ein Begriff. Mittlerweile werden über die dadurch aufgeworfenen Fragen auch an den deutschsprachigen Bühnen ausführliche Debatten geführt. Sowohl der Deutsche Bühnenverband als auch der Schweizerische Bühnenkünstlerverband formulierten einen Verhaltenskodex gegen sexuelle Belästigung, Mobbing und Missbrauch von Machtpositionen am Arbeitsplatz. Eine Sensibilisierung für Diskriminierungen jeglicher Art, eine Ächtung von Grenzüberschreitungen in der Öffentlichkeit und eine Korrektur der strukturellen Ungleichheit im Kulturbereich wie auch in der übrigen Gesellschaft sind längst überfällig. Der Abend lädt dazu ein, diese Strukturen zu hinterfragen, offenzulegen und neue Perspektiven zu diskutieren.

Das darauffolgende Podium moderiert Susanne Kunz Schauspielerin, Moderatorin. Es diskutieren Wolfgang Beuschel Schauspieler, Regisseur, Coach, Daniela Fischer Rechtsanwältin, Cihan Inan Regisseur, Schauspieldirektor Konzert Theater Bern, Julia Reichert Dramaturgin, Co-Direktorin Theater Neumarkt, Mona Somm Sängerin.

Gabriela Kasperski liest zum Einstieg ins Thema aus ihrem neu erschienenen Kriminalroman «Nachtblau der See». Die Geschichte entlarvt und hinterfragt Strukturen im Theater, die auf Schweigen, Drohungen, Erpressungen, Konkurrenz und Übergriffen beruhen.

Im Anschluss ist Raum für eine Publikumsdiskussion unter Bühnenschaffenden und Interessierten an Kultur- und Gleichstellungsfragen.

Eine Veranstaltung von Kulturmarkt Zürich, SBKV, t. Theaterschaffende Schweiz

Bar & Türöffnung 18:00, Eintritt frei