Was sind die Gräben und Brücken zwischen Künstler*innen und Arbeiterklasse? Wie gelingt der Balanceakt zwischen Kunst, Brotjob und Mutterschaft? Und welche filmischen Elemente prägen Musik und umgekehrt? Neugierig geht die Schweizer Rapperin Big Zis diesen Fragen im moderierten Gespräch nach. In einem zweiten Konzert-Teil macht sie performativ spürbar, was sich nicht in blosse Worte fassen lässt und spielt aktuelle Songs. Wer gerne kulinarische Erkundungen macht und sich austauscht, kommt beim gemeinsamen 3-Gang-Menu auf seine Kosten.
Big Zis alias Franziska Schläpfer, 1976 in Winterthur geboren, kam 1992 nach Zürich in die Hausbesetzerszene, wo sie ihre Leidenschaft für den Rap entdeckte. Sie absolvierte eine Lehre als Zimmerin, holte die Matur nach und begann ein Studium in Filmwissenschaft und Philosophie. 2001 wurde ihre erste EP «Quotäreglär» in der Roten Fabrik getauft, kurz darauf erschien ihr erstes Solo-Album «Keini So». Seither prägt sie die Schweizer Musik- und Mundartszene mit pointierten Songs, die auch vor sozialpolitischen Themen nicht zurückschrecken. Durch zahlreiche Alben, Auftritte und Features arbeitete sie mit Schweizer Künstler*innen wie Sophie Hunger, Greis, Les Reines Prochaines oder Jessica Jurassica. Zuletzt erschienen ihre Alben «B.I.G.» und das Kollabo-Album «Big Hug».
Matthias Huser moderiert durch den Abend. Er ist Filmregisseur und Fachcoach für Kulturschaffende am Kulturmarkt.
AUF DEM TELLER (veganes oder Fleisch-Menu)
Marinierter farbiger Krautstiel auf Kopfsalat
***
Perlhuhnbrust oder Blumenkohlquinoa-Bratlinge* an Rhabarberchutney mit Spargeln und neuen Kartoffeln
***
Schokoladenschnitte mit pikanten Erdbeeren
*vegan